Wie unser Freigehege entstanden ist

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Dokumentation vom Bau       

 

                                unseres Katzengartens     

 

Es fing alles damit an, das selbst bei Minustemperaturen und Schneeregen

 immer mindestens einer raus wollte. So stand also zum Leidwesen meines

 Mannes, auch im tiefsten Winter meine Küchentür auf. Selbstverständlich nicht ohne vorher noch die Heizung in der Küche herunter gedreht zu haben. Es war also in der gesammten Küche ähnlich kalt wie in unserem  Kühlschrank. Dieser Zustand war untragbar, sodaß wir beschlossen im Frühjahr eine Katzenklappe, die man ja in jedem Zoofachgeschäft käuflich erwerben kann, in unsere isolierverglaste Küchentür einzubauen. Wozu gibt es Glaser, die werden schon wissen, wie soetwas geht. Zusätzlich hatte ich meinen Mann dann davon überzeugt, das wir unbedingt einen Katzenfreilauf brauchen, für den Fall, das wir mal ein paar Stunden nicht zu Hause sind und es so schön draußen ist, das die Katzen dann selbstständig rein und raus könnten aber nichts passieren kann. Solange ich zu Hause bin, läuft keine Katze und kein Kater aus unserem Garten und das jetzt seit über zwei Jahren aber wenn ich wegfahre , müssen alle reinkommen. Gerade an schönen Sommerabenden, wenn ich dann meine Runde mit den Hunden drehen wollte, fiel es mir immer schwer alle Katzen reinzuschicken. Dieser Zustand mußte sich ändern.

Vor drei Wochen, Ende März fingen wir also mit dem Umbau der Küchentür an. Der erste große Glaser erzählte uns, das geht schon mal garnicht, in eine Isoscheibe eine Katzenklappe einzubauen. Dann müßte das ganze aus Sicherheitsglas geferigt werden und das kostet bei einer ganz normalen Terrassentür ca. 1000,- Euro. Wir waren ja schwer begeistert!! Soviel sollte der ganze Auslauf kosten und nicht nur die Katzenklappe. Eine Hoffnung hat man uns allerdings gelassen, man könnte ja eine Sandwichplatte einbauen und dann eine ganz normale Isoscheibe wieder obendraufsetzen. Hörte sich interessant an, zumal wir auch nicht auf den Lichteinfall dieser Terassentür in unserer Küche verzichten konnten und eine neue Tür nicht in Frage kam. Ein Durchbruch durch 36ziger Mauerwerk stand auch nicht zu Diskusion, also hin zu dem angepriesenen Tischler, der uns das fertigen würde. Als wir bei der Adresse ankamen, stand an der Tür, leider sind wir zwei Wochen in Urlaub. Nach Ostern sind wir gerne wieder für sie da. Solange wollte ich aber nicht warten. Ein Telefongespräch im Freundeskreis brachte dann die super Wende und den absoluten Hauptgewinn in diesem Fall. Ein kleiner Glaser, der bereits etwas für die Freunde erledigt hatte, kam am nächsten Tag und schaute sich den Fall an. Was er daraus gemacht hat könnt ihr auf den Fotos unten ansehen.

 

                

Wir finden, er hat es einfach genial gemacht und es war wesentlich preiswerter als alle anderen Alternativen. Selbst die von uns gekaufte Katzenklappe hat er uns eingebaut. Wir mußten allerdings auf Grund der Größe unserer Kater eine Klappe für mittelgroße Hunde nehmen. Alles andere ist für Maine Coon Kater wohl nur ein Witz.

                     

Die erste Hürde war also gemeistert. Die Katzenbande hätte nun auf dem alten, gewohnten Weg an der selben Stelle in den Garten gehen können, wenn da nicht so eine blöde durchsichtige Scheibe wäre, die einem immer wieder gegen die Nase haut, sobald man sich endlich dazu durchgerungen hat, dagegen zu drücken. Mit den großen kräftigen Pfoten kann man ja auch nur oben in den Ecken kratzen statt einfach mal, wie immer wieder gezeigt unten gegen zu drücken. Mein kleines Fräulein Lustig ( Gini ) kam, probierte ein klein bißchen und weg war sie und lies vier stattliche Maine Coon Kater und Katzen einfach drinnen sitzen. Mittlerweile haben es zwar die anderen auch geschafft auf diesem Wege nach draußen zu gelangen aber dort auch wieder reinzukommen ist unter ihrem Nivau. Statt dessen sitzt man lieber und jammert und zieht das ganze Mitleidregister. Aber ich denke auch das wird mit der Zeit immer besser.

Hier nun die ersten Bilder wie es an der Seite unseres Hauses den Winter über ausgesehen hat. Diese Seite ist langsam zur Abstell- und Rumpelkammer verkommen. Das soll sich jetzt zusehens ändern.

Nach den ersten zwei Tagen, waren zwei große Koniferen entfernt und die Löcher für die zu errichtenden Pfosten ausgehoben.

            Es wurden sämtliche Baumärkte auf den Kopf gestellt um die für unsere Zwecke am besten geeigneten Sichtschutzfelder zu bekommen. Mit tatkräftiger Unterstützung unseres Sohnes, der im Sommer seine Ausbildung zum Maler und Lackierer beendet, wurden die Zaunfelder und Pfosten erstmal  gestrichen und konserviert, damit man auch recht lange was davon hat.

  Nach 14tägiger Arbeit ist nun aus dem 30qm großen Stück Fläche eine kleine Innenhofoase geworden.    

Ein zweistöckiges Katzenhaus ist schon in Arbeit aber noch nicht ganz fertig. Demnächst weitere Bilder. Heute am 30.04.2004 haben wir den ersten Bauabschnitt unseres Hauses zur Besichtigung freigegeben. Die schöne Treppe und die Sisalsäulen fehlen zwar noch aber über Gartenstuhl und Campingtisch kann man bereits auf der großen Aussichtsplattform den Blick in den Garten geniessen. Das Katzenklo wurde sofort ausprobiert und der überdachte Gang zwischen Hauswand und Sichtschutzelement ist ideal zum Versteck spielen und für kleine Attacken aus dem Hinterhalt.

 

Aufgehalten durch schlechtes Wetter und die starken Schmerzen, die mein Mann in seinem kaputten Knie hat, konnten wir doch gestern am 19.05.2004 die letzte Querverbindung unseres Bauvorhabens festschrauben. In mühevoller Kleinarbeit, haben mein Mann und ich sämtliche Bauteile der Konstuktion zweimal mit Holzschutz gestrichen und dann alles mit grünem Kunstrasen(Nadelfilz) verschönert. Alles ist verschraubt und kann jederzeit auseinander genommen werden. 

  Haus von vorne

Haus von der Seite mit Aufgang 

                                                        

Sam ist der Genießer, er liegt gerne wie der König der Löwen auf der Aussichtsplattform.

           

                                                                                                         

Ende April 2006 haben wir angefangen auch unsere Terrasse für uns und die Fellnasen einzuzäunen. Es sollte zu dem bereits vorhanden Auslauf passen und nicht aussehen wie ein Käfig,außerdem durfte es nicht viel kosten. Gesagt getan, unzählige Fahrten zu den Baumärkten der näheren Umgebung, Zeichnungen die wieder verworfen wurden, weil die Maße der schon vorhandenen Holzwände nicht zu denen im Baumarkt passten. Hinzu kam das schlechte Wetter, kalt, windig und Regen. Es ging mir einfach nicht zügig genug voran. Zu meinem Leidwesen wurden die arbeiten noch dadurch verzögert, das die Fußballweltmeisterschaft anfing. Eigentlich sollte vorher alles fertig sein aber meine Geduld wurde arg strapaziert. Von meinem Oberbaumeister wurde ich bereits als Sklaventreiber tituliert. Zu allem Übel bekam mein Mann auch noch eine schwere Sommergrippe. Endlich, Ende Juni, als ich einen ganzen Freitag damit verbrachte, das riesige Netz über die Terrasse zu spannen, war es dann soweit, Probesitzen in der Abendämmerung.

                

Wie man auf den Fotos vielleicht sieht, wenn alle dort oben sitzen, gibt es einen kleinen Verkehrsstau. Dies konnte unmöglich so bleiben! Mein armer Mann, seine Frau hat die Ideen und er muß wieder bauen. Wir brauchten umbedingt noch eine große Freitreppe, damit auch alle vernünftig rauf und runter kommen und keiner den anderen den Weg versperren konnte.

Also wieder das gleiche Spielchen, Zeichnung, Baumarkt, Holz, Schrauben, nur gut, wenn man einen Kombi fährt. Stichsäge und Akkuschrauber und auf gehts. Innerhalb von drei Stunden hatte mein Mann mir meinen Wunsch erfüllt. Am nächsten Tag noch Farbe und Holzschutz und fertig war unsere Freitreppe.

                                 

So sieht unser Bauwerk jetzt von außen aus.

                                                      

Jetzt können wir alle zusammen den Sommer genießen und auch die Wohnzimmertür nach draußen kann wieder benutzt werden.

Mittlerweile haben wir Sommer 2007 und eine kleine Erweiterung der oberen Aussichtsetage im Katzengarten wurde gestern gebaut.

  alle mußten gleich das neue Bauwerk testen.

Bilder vom gesamten Katzenfreilauf und ganz nebenbei noch unserer Terrasse im Juli 2007.

   

 

                

    

Anfang des Jahres 2011, haben wir unseren Katzengarten ein wenig erweitert und wie wir finden schöner gemacht.

          

           

Wir haben die Zwischentrennwand herausgenommen und alles auf eine Höhe von 2,20 m gebracht. Wir finden es hat sich gelohnt.

   die neuen schicken breiten Bretter werden jedenfalls gerne genutzt.

Wenn man erstmal die Platzordnung geklärt hat.

 

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